Naturheil­verfahren

Die Praxis Schankath & Kollegen in Wunstorf vereint schulmedizinische und komplementäre Methoden u.a. aus der Naturheilkunde in Diagnostik und Therapie. Dieses ergänzende naturheilkundliche Behandlungsspektrum bieten wir als Privatleistungen bei folgenden Krankheitsbildern:

Darmsanierung bei Reizdarm

„Reizdarm“ bedeutet, dass eine chronische Funktionsstörung des Darms vorliegt. Typische Symptome sind häufiges Aufstoßen, Verstopfung, Durchfall mit Bauchkrämpfen und Blähungen. Aber auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Allergien, Hauterkrankungen (zum Beispiel Neurodermitis), Kopfschmerzen und Depressionen können Begleiterscheinungen eines Reizdarmsyndroms sein.

Ursachen für eine gestörte Darmflora können Krankheiten sein (z.B. Virusinfektionen), falsche oder einseitige Ernährung (falsches Kauen, Diäten, zuviel Fett, Zucker oder einfache Kohlenhydrate), Medikame (beispielsweise Antibiotika oder Abführmittel) und schädliche Lebensumstände wie anhaltender Stress.

Sofern durch eine Darmspiegelung organische Ursachen ausgeschlossen werden können, ist eine ursächliche Therapie schwierig, weil sich in der Regel die genaue Ursache für das Reizdarmsyndrom nicht bestimmen lässt. Daher wird als einziges Hilfsmittel beim Reizdarm oft eine Darmsanierung empfohlen.

Was ist eine Darmsanierung?

Speziell unser Darm beherbergt Bakterien in zigmillionenfacher Anzahl. Diese leben und „arbeiten“ in einem symbiotischen Milieu. Beim Reizdarm ist das Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Bakterienarten gestört. Ziel der Darmsanierung ist, das symbiotische Gleichgewicht der Bakterienpopulationen wieder herzustellen.

Um einen nachhaltigen Effekt zu erzielen, wird zunächst der Darm gereinigt. Und um anschließend die Verdauung zu optimieren, stellen wir individuell für unsere Patienten eine Rezeptur von Arzneimitteln und Tees zusammen, die die Produktion der Verdauungssäfte von Magen, Bauchspeicheldrüse, Leber und Galle anregen. Erst dann ist eine Neubesiedlung der Darmbakterienflora sinnvoll. Dazu nimmt der Patient sogenannte Probiotika mit lebensfähigen Bakterienkulturen ein.

Eine Darmsanierung dauert ca. 3 Monate. Entscheidend für den anhaltenden Erfolg ist eine Ernährungsumstellung nach Anweisung durch uns.


Eigenblut­behandlung zur Stärkung des Immunsystems

Wir sind umgeben von Krankheitserregern, die Entzündungen im Körper hervorrufen können. Ohne starke Abwehrkräfte wären wir nicht lebensfähig. Diese Schutzfunktion übernimmt unser Immunsystem: Als Antwort auf die Infektion schüttet es Antikörper aus, die den Krankheitserreger angreifen und unschädlich machen.

Wie bei jeder Fähigkeit unseres Körpers, muss auch das Immunsystem trainiert werden. Die Eigenbluttherapie ist – wenn man so will – ein Trainingsprogramm zur Stärkung des Immunsystems.

Bei der Eigenbluttherapie wird ein wenig Blut entnommen und direkt oder in aufbereiteter Form in die Muskulatur oder unter die Haut (subkutan) gespritzt. Da sich das Blut ja normalerweise in den Blutbahnen und nicht außerhalb der Gefäße befindet, nimmt der Körper diesen Reiz als fremd wahr: Das Immunsystem reagiert und regt die Produktion von Immunzellen an.

Eine Sonderform der Eigenblutbehandlung ist die Anreicherung mit Ozon um die Sauerstoffversorgung der roten Blutkörperchen anzuregen. Das entnommene Blut wird mit medizinischem Ozon angereichert und sofort wieder in die Vene geleitet.

Wann ist eine Eigenbluttherapie angezeigt?

Eine Eigenblutbehandlung zur Stärkung der Selbstheilungskräfte (= Stimulation des Immunsystems) des Körpers ist sinnvoll bei allgemeiner Abwehrschwäche, bei akuten Infekten zum Beispiel Bronchitis oder Magen-Darm-Infekte, bei chronischen Entzündungen zum Beispiel des Darms (Morbus Crohn oder Divertikulose), bei allergischen Erkrankungen wie Asthma bronchiale oder Heuschnupfen) und Hauterkrankungen (Neurodermitis), bei Kreislauferkrankungen (z.B. Durchblutungsstörungen) und rheumatischen Erkrankungen.


Neuraltherapie: lokal behandeln – Fernwirkung erzielen

Bei der Neuraltherapie werden Lokalanästhestika wie Procain oder Lidocain gezielt injiziert, jedoch nicht um lokal zu betäuben, sondern um eine Wirkung (z.B. Schmerzausschaltung) in entfernten Körperregionen zu erzielen. Denn: Alles hängt mit Allem zusammen.

Identifizierung und Ausschaltung von Störfeldern

Hinter dem Begriff Störfeld steht die Beobachtung, dass (chronische) Entzündungen oder Bakterienherde über Nervenbahnen und Reflexzonen den Körper allgemein schwächen und Krankheitssymptome an entfernten Körperregionen hervorrufen können. Typische, bekannte Störfelder sind zum Beispiel wurzelbehandelte Zähne oder Narben.

Bei der Störfeldtherapie suchen wir gezielt nach möglichen Störfeldern. Durch die Injektion mit einem Lokalanästhetikum wird das Störfeld ausgeschaltet. Zwar lässt die betäubende Wirkung bereits nach wenigen Minuten nach, aber in der Folge laufen im Körper über einen längeren Zeitraum „Sanierungsprozesse“ ab.

Die Erfolge der Neuraltherapie legen nahe, dass verschiedene Krankheiten tatsächlich ursächlich auf einem oder mehreren Störfeldern basieren.

Segementtherapie

Bei der Segmenttherapie wird das lokale Betäubungsmittel in Hautgebiete injiziert, die Reflexzonen für das erkrankte Organ repräsentieren. Das Anästhetikum wird (subcutan) unter die Hautoberfläche als sogenannte Quaddel gespritzt. Das sind kleine Blasen, wie man sie beispielsweise von Allergien kennt. Die Injektionen können aber auch Aber auch intramuskulär in sogenannte Triggerpunkte (Schmerzpunkte, lokale Muskelverhärtungen) erfolgen.