Schilddrüsen­erkrankungen

Klein, aber oho: Die Schilddrüse ist beim gesunden Menschen nur etwa 25 bis 30 Gramm schwer, doch produziert sie Hormone, die fast alle wichtigen Funktionen unseres Körpers steuern. Dazu benötigt sie vor allem Jod, das wir vor allem über die Nahrung aufnehmen.

Etwa jeder Dritte leidet an einer Schilddrüsen­erkrankung

Generell unterscheidet man zwei Störungsbilder: Eine Unterfunktion und eine Überfunktion der Schilddrüse. Ob und welche Störung der Schilddrüse vorliegt, können wir mithilfe von Blutbild und Sonographie feststellen.

Häufige und typische Symptome bei Schildrüsenunterfunktion

  • Antriebsarmut, depressive Verstimmung, Lustlosigkeit (auch auf Geschlechtsverkehr)
  • Appetitlosigkeit
  • Erhöhtes Schlafbedürfnis, Schlafstörungen, Müdigkeit
  • verlangsamter Puls, schwache/eingeschränkte Muskelreflexe
  • Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen
  • Gewichtszunahme
  • Kälteempfindlichkeit
  • erhöhte Anfälligkeit gegenüber Infekten
  • Haarausfall, Veränderung von Haut und Nägeln
  • Heisere Stimme, häufiges Räuspern
  • Speziell bei Frauen: Unregelmäßiger Monatszyklus

Häufige und typische Symptome bei Schildrüsenüberfunktion

  • Bewegungsunruhe, Reizbarkeit, labile Gefühlslage
  • Gesteigerter Appetit
  • Schlafstörungen bis hin zur Schlaflosigkeit trotz erhöhtem Müdigkeitsempfinden
  • Bluthochdruck, erhöhter Puls, Herzklopfen bis hin zu Herzrasen, Herzrhythmusstörungen
  • Unruhe, Nervosität, zitternde Hände
  • Gewichtsabnahme
  • Wärmeempfindlichkeit, übermäßiges Schwitzen, Hitzewallungen
  • Vergrößerung der Schilddrüse („Kropf“, Struma)
  • Haarausfall
  • Muskelschmerzen und -schwäche
  • Zyklusstörungen